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Belgien: Die Wallonie (1).

Löwenhügel (Waterloo) © WBT - J.P. Remy
 
Gedenken an die Schlacht von Waterloo (nachgestellte Szene) © Culturespaces
 

Die Wallonie, der südliche, französischsprachige Teil Belgiens liegt unweit des Ballungsraumes Rhein-Ruhr und ist trotzdem vielen Reisenden noch unbekannt. Idyllische Städte in malerischen Landschaften, prachtvolle Schlösser und romantische Flüsse laden zu einer Entdeckungstour ein. Wir nehmen Sie mit auf eine Reise quer durch die Wallonie, von Lüttich bis nach Tournai, entlang der Maas. Doch beginnen soll die Reise im geschichtsträchtigen...

...Waterloo

Schon von weitem erblicken Sie den gewaltigen Hügel, der aus 32.000 Kubikmetern Schlachtfelderde aufgeschüttet wurde. Auf seiner Spitze thront ein 28 Tonnen schwerer Löwe, der an den Sieg in der historischen Schlacht vom 18. Juni 1815 erinnern soll. Am Fuße des Hügels befindet sich in einem Rundbau ein monumentales Panorama-Gemälde, das auf über 100 Metern eine Momentaufnahme der Schlacht in meisterlichem Realismus zeigt. Der Aufstieg zum Löwen ermöglicht einen hervorragenden Blick auf das gesamte Schlachtfeld.

Im Herzen von Waterloo bietet das Wellington-Museum einen faszinierenden Einblick in die politische Lage Europas vor und nach der Schlacht von Waterloo und dokumentiert den Schlachtverlauf multimedial. Der Herzog von Wellington, Kommandant der alliierten Streitkräfte, hatte hier am 17. und 18. Juni 1815 sein Hauptquartier eingerichtet. Im Jahr 2015 jährt sich die Schlacht von Waterloo zum 200. Mal, was mit einer besonders prachtvollen Nachstellung der Schlacht gefeiert wird. Hierzu versammeln sich mehrere Tausend Statisten und 300 Reiter in originalgetreuen Kostümen, um den Kampf zwischen den Truppen Napoleons und Wellingtons unter Zuhilfenahme von mehr als 100 Geschützen zu simulieren.

Darüber hinaus können Sie auf der 100 Kilometer langen „Route Napoleon“ quer durch die Provinzen Hennegau, Namur und Wallonisch-Brabant auf den Spuren Napoleons wandeln, wobei Sie Monumente, Museen und kulturelles Erbe passieren.

Das Curtius Museum (Musée Curtius) © WBT - J.P. Remy
 

Lüttich

Mit dem Zug gelangen Sie nach Lüttich, um den neuen, futuristischen Bahnhof des Stararchitekten Santiago Calatrava zu bewundern. Durch ihn genießt Lüttich nun eine noch bessere Anbindung an Metropolen wie Brüssel, Paris, Amsterdam, Köln oder Frankfurt. So ist es leicht, in die nur 50 Kilometer von der deutschen Grenze entfernte Stadt zu gelangen.

Lüttich hat sich zum kulturellen Zentrum der Wallonie entwickelt, denn die Stadt besitzt zahlreiche Museen und Sehenswürdigkeiten wie beispielsweise den Komplex „Grand Curtius“. Das im Jahr 2009 eingeweihte Museum beherbergt unter dem Dach eines der schönsten Häuser der Stadt prächtige Lütticher Kunstsammlungen. In der lebhaften Lütticher Innenstadt befinden sich zahlreiche Einkaufsstraßen, in denen Sie einen ausgiebigen Shoppingnachmittag verbringen können. In den Nebenstraßen und auf ruhigeren Plätzen entdecken Sie Straßencafés und Restaurants mit gründerzeitlichem Charme. Sie bieten sicherlich auch Lütticher Waffeln an. Das Besondere an der Lütticher Waffel ist der Hagelzucker, der beim Backvorgang im Waffeleisen karamellisiert. Charakteristisch für die Lütticher Waffel sind neben dem Hagelzucker auch ihre starke Rippung, sowie die eher unregelmäßige Form.

Eine weitere Attraktion Lüttichs ist der berühmte Sonntagsmarkt „La Batte“. Von Tagesanbruch bis 13 Uhr bieten auf einer über einem Kilometer langen Budengasse an die 1.000 Händler so ziemlich alles an, was der Mensch zum Leben braucht: Lebensmittel, regionale Spezialitäten, Gemischtwaren und Trödel.

Schloss Modave (Château de Modave) © WBT - J.L. Flémal
 
Schloss Jehay (Château de Jehay) © WBT - David Samyn
 

Lohnenswert ist ein Ausflug ins Hohe Venn, der ruhig auch einige Tage dauern darf. Denn der belgische Teil des Naturparks „Hohes Venn – Eifel“ ist mit über 4.000 Hektar das größte Hochmoor Europas und lädt zu ausgiebigen Wandertouren ein. Sie können auf zahlreichen markierten Wegen die herbe Schönheit dieser Landschaft und ihre einzigartige Tier- und Pflanzenwelt entdecken.

Neben Lüttich ist auch die traditionsreiche Kurstadt Spa ein perfekter Ausgangspunkt für einen Wanderurlaub mit Wellnessfaktor. Darüber hinaus macht einmal im Jahr die Formel 1 auf der Rennstrecke „Spa-Francorchamps“ in Spa Station.

Auf unserer Weiterreise folgen wir nun kontinuierlich der Maas stromaufwärts und gelangen in das Städtchen Huy, das 636 nach Christus erstmals urkundlich erwähnt wurde. Ganz in der Nähe liegt das Schloss von Modave, das von einem hohen Fels herab das Tal beherrscht. Die nahezu vollständig erhaltenen Prachtsäle, die an Versailles erinnern, lassen den Glanz des Hoflebens aus dem 17. Jahrhundert weiterhin erstrahlen. An die 20 reich ausgestatteten Schlossräume können bei einer Führung durchwandert werden und auch der angrenzende Park bietet zahlreiche sehenswerte Wasserspiele.

Doch es ist nicht das einzige Schloss in der Umgebung. Wenige Kilometer östlich liegt an einem sanften Hügel das Schloss von Jehay. Es ist vielleicht auch das ungewöhnlichste im gesamten Maasland. Seit Jahrhunderten spiegelt sich seine Schachbrettmuster-Fassade aus weißem Naturstein und braunem Sandstein in den weiten Wassergräben.

Bier in der Brasserie du Bocq © WBT - J.P. Remy
 

Westlich von Jehay liegt das reizvolle Ardennenstädtchen Durbuy. Trotz seiner geringen Einwohnerzahl von 400 Personen darf es sich „kleinste Stadt der Welt“ nennen, denn Durbuy erhielt im Jahre 1331 das Stadtrecht von König Johann dem Blinden. Die Stadt verfügt über romantische Gassen und ein mittelalterliches Flair. Von dort aus führen zahlreiche Wanderwege in die dichten Wälder der Ardennen. Insgesamt erschließen mehr als 1.000 Kilometer Wanderwege die beeindruckende Ardennenlandschaft. Außerdem sind in Durbuy und Umgebung Radwanderungen, Kajakfahrten und Golfspielen beliebte Aktivitäten. Viele Brauereien und Landgasthöfe laden Sie ein, dort ein echtes belgisches Bier zu trinken, denn das ist weltberühmt!

Belgien hat die Vielfalt mittelalterlicher Bierkultur bewahrt und so gibt es dort heute über 500 verschiedene Biersorten. Im Umland der Maas wurde die erste Brauerei bereits im Jahr 805 erwähnt. Auch die ersten belgischen Abteien verfügten über eine Brauerei, wie das legendäre Villers-la-Ville aus dem Jahre 1146. Im 20. Jahrhundert befand sich dann in jedem größeren wallonischen Dorf mindestens eine Brauerei. Einen Überblick über Sorten und Abteien verschafft die Bierkarte, die sie beim unten angegebenen Kontakt von Belgien Tourismus kostenlos bestellen können.

Kajak fahren in Durbuy © WBT - J.L. Flémal
 

Bevor wir der Maas weiter nach Namur folgen bietet sich eine Kajakfahrt in den Ardennen an. Zehn Wasserläufe innerhalb der Wallonie sind für Hobbysportler zugänglich, doch eine besonders reizvolle Kulisse für Paddeltouren bieten die drei Flüsse Lesse, Semois und Ourthe im Süden Belgiens. Die ruhige Lesse entspringt in den Ardennen und mündet bei Dinant in die Maas. Landschaftlich besonders schön ist der Unterlauf der Lesse, wo sie sich kurz vor Dinant durch das Naturschutzgebiet von Furfooz schlängelt. Von Houyet bis Anseremme kann man 21 Kilometer des Flusses hinunterpaddeln, vorbei an mittelalterlichen Schlössern, vorgeschichtlichen Höhlen und viel Grün. Highlights sind die vielen steilen Felsen und das Schloss von Walzin, das hoch über den Kajakfahrern thront. Die Semois entspringt bei Arlon, nahe der luxemburgischen Grenze, und hat sich in den Ardennen tief in den Fels geschnitten. Der sich windende Flusslauf misst mehr als 200 Kilometer und bietet Paddlern tolle Panoramen bevor die Semois in Frankreich mündet. Ein kultureller Abstecher bietet sich in Bouillon an, wo sich die mächtige Festung Gottfrieds von Bouillon erhebt. Beliebt bei Aktivurlaubern ist außerdem die Ourthe, die in vielen Schleifen durch die Ardennen fließt und dabei unter anderem Durbuy passiert. Das ganze Jahr ist es gestattet, auf der Ourthe Kajak zu fahren, wobei Sie einige Stromschnellen-Abenteuer bestehen müssen. Verleiher gibt es in Durbuy und in La Roche.

Die Zitadelle von Namur © WBT - Anibal Trejo
 

Wenn Sie es nach der aufregenden Kajakfahrt erst einmal ruhig angehen lassen möchten, ist Namur Ihr ideales Reiseziel: Namur gilt unter Belgiern als gemütliche Stadt ohne Hektik und Stress. Die wallonische Hauptstadt liegt im Herzen Belgiens, etwa 60 Kilometer südlich von Brüssel und ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Kleine Boutiquen und Einzelhändler in restaurierten Häusern bestimmen das Bild in der Innenstadt. Der Urlauber kann sich gemächlich treiben lassen und in Modeboutiquen, Buchhandlungen oder Süßwarenläden entspannt shoppen. Natürlich gibt es auch hier Chocolaterien und echte belgische Pralinen. In prunkvollem Rahmen erstreckt sich die Zitadelle von Namur auf einer 80 Hektar großen Grünfläche in der Nähe des Stadtzentrums und bietet eine fantastische Aussicht auf das Maastal. Als eine der größten Festungen Europas ist die Zitadelle von Namur ein wichtiger Teil des belgischen Kulturguts. Ein weiteres Highlight der Stadt ist die Barockkathedrale Sankt Aubin, die 1767 eine ältere Kirche ersetzte, deren Turm aus dem 13. Jahrhundert allerdings erhalten blieb. Ein Museum ist dem bedeutenden Maler und Graphiker Félicien Rops gewidmet. Der in Namur geborene Künstler war ein hervorragender Radierer und ein Hauptvertreter der satanischen und erotischen Pariser Fin-de-siècle-Kunst. Das Museum befindet sich in einem ehemaligen Herrenhaus in der Altstadt, nahe Rops‘ Geburtshauses. Innerhalb der Wallonie ist Namur vor allem als Feinschmecker-Ziel bekannt, was sich sogar dem Stadtwappen entnehmen lässt. Darauf ist eine Schnecke zu sehen: Symbol der Stadt und gleichzeitig eine Spezialität aus der Region. Immer mehr Restaurants mit Sterneköchen haben sich in den letzten Jahren in der Barockstadt angesiedelt.

Essen im Restaurant 'Le Moulin Des Ramiers' in Crupet © WBT - Gabriele Croppi
 

Doch mittlerweile funkeln über der ganzen Wallonie viele Sterne. Einiges dazu beigetragen hat auch die „Generation W“, die aus zehn in der Wallonie ansässigen Spitzenköchen besteht, und kürzlich um acht weitere Restaurantchefs erweitert wurde. Gegründet hat das Projekt der mit zwei Michelin-Sternen dekorierte Koch Sang-Hoon Degeimbre, Chef des Restaurants „L’Air du Temps“ in Liernu. Die Generation W verfolgt einen außergewöhnlich hohen Anspruch, daher haben alle Mitglieder eine Qualitätscharta unterzeichnet. Dennoch ist der Verbund keine geschlossene Gesellschaft, sondern ein Netzwerk, das von der Zusammenarbeit mit regionalen Erzeugern lebt. Jeder Koch hat fünf Zulieferer seines Vertrauens in der Nähe, die er auf der gemeinsamen Internetseite www.generationw.be.

Abgebildete Fahrzeuge sind Modellbeispiele. Die Ausstattung der Mietwagen kann abweichen.